Weekly brief

Ausblick2019 Zum Beginn Strategien Mit Niedrigem Beta Bevorzugt

Zum Ende des Jahres 2018 hatten die Investoren Schwierigkeiten, sich auf eines von verschiedenen Szenarien festzulegen, die ihrerseits zu höchst unterschiedlichen Performancemustern führen würden. Keines dieser in der Tabelle auf S.1 zusammengefassten Szenarien allein kann jedoch die jüngsten Kursbewegungen erklären. Nachdem sie in den letzten zwei Jahren gemäß unseren Erwartungen jeweils rund 2% Alpha generierten, entwickelte sich die diversifizierte Allokation von Hedgefonds seit dem Sommer unterdurchschnittlich. Die Dominanz der politischen Unsicherheit war ein wesentlicher Faktor.

Für 2019 erwarten wir zwar ein global nachlassendes Wachstum, jedoch keine Rezession. Bilanzkosmetik und systematischer Handel dürften die Marktbewegungen zwar verstärkt haben, wir gehen jedoch von einer chaotischen Erholung aus, da die Investoren auf sich stabilisierende Wirtschaftsdaten, größere Klarheit im Hinblick auf den Brexit und die Handelskriege sowie Zusicherungen seitens der Fed hoffen. Die Unsicherheit und die Volatilität dürften zu Jahresbeginn erhöht bleiben. Im weiteren Jahresverlauf könnten ein nachhaltigerer Waffenstillstand im Handelskrieg zwischen den USA und China sowie das Zustandekommen einer Brexit-Entscheidung für zusätzliche Kaufgelegenheiten sorgen und zu stärker fundamental angelegten Kursen führen.

Alternative Strategien erscheinen insgesamt attraktiv, die Streuung zwischen einzelnen Strategien könnte jedoch groß sein. Ins Jahr 2019 starten wir mit Positionierungen um drei Themenbereiche herum: Verringerung des Exposures gegenüber Strategien mit hohem Beta, Verringerung der Sensitivität gegenüber dem Faktor Momentum und Leverage des amerikanischen Fusions- und Übernahmezyklus.

Die Vorherrschaft spekulativer Treiber zu Jahresbeginn könnte langfristige fundamentale Strategien weiterhin durcheinanderbringen, da diese entweder abwarten oder gewagte Risiken eingehen müssten. Wir reduzierten L/S-Equity-Strategien, die ein hohes Marktexposure und eine hohe Sensitivität gegenüber dem Faktor Momentum aufweisen. Darüber hinaus stuften wir Special-Situations-Strategien auf neutral herab, da wir Zweifel daran haben, dass sich auf Fundamentaldaten beruhende Strategien kurzfristig lohnen werden.

Bei L/S-Equity-Neutral-Strategien bleiben wir neutral. Diese sind zwar ein attraktives Mittel zur Diversifikation, durch ihre Ausrichtung auf den Faktor Momentum jedoch nach wie vor Risiken ausgesetzt. Zudem könnte die Faktor-Arbitrage durch gegenläufige politische Triebkräfte destabilisiert werden. Des Weiteren sind wir in Bezug auf CTAs neutral positioniert; sie sind zwar mittlerweile defensiv ausgerichtet, allerdings anfällig für die Sogwirkung von Marktwenden. In Bezug auf Global Macro sind wir neutral positioniert. Die Mehrzahl der Macro-Manager ist defensiv positioniert, dürfte jedoch durch spekulative Treiber eingeschränkt bleiben.

Wir behalten unsere Übergewichtung in der Strategie Merger Arbitrage bei, deren Performance keine besonders große Korrelation zu Markttrends aufweisen sollte. Auch in der Strategie Fixed Income Arbitrage bleiben wir übergewichtet, die in der Vergangenheit bei zunehmender Volatilität von Aktien einen guten Beitrag zur Diversifizierung leistete.

Download the weekly brief

By LYXOR CROSS ASSET RESEARCH