Weekly brief

CTAs schützen Portfolios tatsächlich vor ungünstigen Entwicklungen

Risikoanlagen legten im Juni trotz zunehmender Risiken durch Infektionen mit COVID-19 in US-Bundesstaaten wie Florida, Texas, Kalifornien und Arizona weiter zu. Für die nächste Zeit sind wir hinsichtlich der Aussichten für Aktien ziemlich optimistisch gestimmt, wobei wir den Euroraum bevorzugen. Grund dafür ist, dass Analysten und Ökonomen noch immer auf Nummer sicher gehen, was den Weg für positive Überraschungen ebnet. Die Wahrscheinlichkeit, dass die EU-Mitgliedstaaten dem von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen 750 Mrd. Euro schweren Konjunkturpaket und einer Art von Schuldenvergemeinschaftung grünes Licht geben werden, birgt auch das Potenzial, dass sich die starke Underperformance von Aktien der europäischen Währungsunion gegenüber US-Aktien zumindest kurzfristig umkehrt. Andererseits sind wir uns einig, dass nach der Marktrally im zweiten Quartal, in deren Folge die Bewertungen auf ein höheres Niveau (auf Basis des erwarteten 12-monatigen Kurs-Gewinn-Verhältnisses) geklettert sind, kein Raum für Enttäuschungen besteht. Unserer Ansicht nach sollten wir auch ein Auge auf defensive Trades haben und die Portfolios gut diversifiziert halten.

 

In Anbetracht der defensiven Merkmale von CTAs im Zuge des Ausverkaufs im ersten Quartal (-0,9%) ist ihre schwache Wertentwicklung im zweiten Quartal (-2,7%) recht konsistent. Long-Positionen im USD und Short-Positionen in Energiewerten wirkten sich negativ auf die Performance aus, ihre Positionierung in Aktien und Anleihen lieferte dagegen durchwachsene Ergebnisse. Insgesamt waren die Trendfolgebedingungen im zweiten Quartal aufgrund der Trendwende an den Aktien-, Rohstoff- und Devisenmärkten weniger förderlich. CTAs konnten solche Trendwenden jedoch relativ gut verkraften. Ausgehend von der Positionierung mehrerer individueller Strategien stellen wir fest, dass sie mittlerweile weitgehend desinvestiert sind. Folglich bieten sie Schutz und Portfoliodiversifikation, was die Wertentwicklung im Falle einer anhaltenden Markterholung nicht beeinträchtigen dürfte.

 

Im vergangenen Jahrzehnt hatten CTAs mit Schwierigkeiten zu kämpfen, als die Zentralbanken ihre Lockerungsprogramme aufnahmen. Die Verringerung der Risk Premia in allen Anlageklassen führte zu regelmäßigen Volatilitätsspitzen, die der Strategie zuweilen teuer zu stehen kamen. Dennoch ist es schwierig, einen direkten Kausalzusammenhang zwischen den Anleihekäufen der Zentralbanken und der Wertentwicklung von CTAs zu finden. Wir sind weiterhin der Auffassung, dass CTAs in den Portfolios tatsächlich für Diversifikation sorgen, und bleiben hinsichtlich der Strategie neutral eingestellt.

FONDSVORSCHLÄGE

Name
LYXOR EPSILON GLOBAL TREND FUND
Lyxor / WNT Fund