Weekly brief

EVENT-DRIVEN IM APRIL SPITZENREITER

Risikoanlagen verzeichneten seit dem 23. März eine kräftige Erholung, da seitdem die Kurve der Neuinfektionen mit dem Coronavirus abflacht und sich die Zentralbanken als überaus aggressiv erwiesen. So erhöhten sich beispielsweise die Gesamtaktiva der US-Notenbanken zwischen dem 23. März und dem 20. April um 1,3 Billionen USD bzw. 70 Mrd. USD pro Handelstag. Gleichzeitig verlangsamte sich die Wachstumsrate der globalen Coronavirus-Fälle von 10-12% auf aktuell 3-3,5% pro Tag.

 

Im Bereich alternativer Strategien weisen die Lyxor-Vergleichsgruppen auf eine solide Performance von Event-Driven-Strategien im April hin. Mit einem Plus von 3,8% bzw. 2,7% seit Monatsbeginn entwickelten sich Special Situations und Merger Arbitrage überdurchschnittlich (Stand: 21. April). In der letzten Märzwoche erzielten auch Event-Driven-Strategien eine Outperformance und deuten auf solide Renditen hin, seit der Markt die Talsohle erreicht hat. Unterdessen schnitten Global-Macro-Strategien schlechter ab und legten im April bislang um 0,4% zu. Grund dafür waren die Schwierigkeiten, mit denen diskretionäre Macro-Strategien (+0,1%) konfrontiert waren.

 

Im Folgenden werden die Gründe für die Outperformance von Event-Driven-Strategien und unsere Einschätzungen für die nächste Zeit erörtert. Obwohl Special-Situations-Strategien ziemlich heterogen sind, beobachten wir, dass sich ihr Aktienmarkt-Beta insgesamt im Bereich zwischen 10% und 15% bewegt und während der Turbulenzen stabil blieb. Damit lässt sich unter anderem erklären, warum die Strategie zuletzt teilweise an der Markterholung partizipieren konnte. Hinsichtlich des Exposures gegenüber Risikofaktoren scheint die Strategie ausschließlich short in Qualitätsaktien (was sich im März als kostspielig erwies) und leicht long in Aktien mit niedrigem Beta / Nicht-Basiskonsumgütertiteln positioniert gewesen zu sein (was von Vorteil war). Was Merger Arbitrage betrifft, so profitierte die Strategie von einer Verengung der Transaktionsspreads in den letzten Wochen – nach einer massiven Spread-Ausweitung in der ersten Märzhälfte – wodurch sich unserer Meinung nach Chancen boten.

 

Bezüglich Event-Driven bleiben wir weiterhin übergewichtet. Dies ist einer der wenigen Bereiche, in denen wir einen opportunistischen Ansatz verfolgen, da wir das Risiko-Rendite-Profil attraktiv finden. Sowohl bei Merger Arbitrage als auch bei Special Situations setzen wir weiterhin auf eine Übergewichtung. Wenngleich wir in Bezug auf Strategien, die in Anlagen notleidender Unternehmen investieren, keine offizielle Einschätzung äußern, sind wir der Auffassung, dass sie unter den gegenwärtigen Marktbedingungen ebenfalls wieder an Attraktivität gewonnen haben.

FONDSVORSCHLÄGE

Name
Lyxor / Tiedemann Arbitrage Strategy Fund