Weekly brief

MERGER ARBITRAGE LÄSST IHRE MUSKELN SPIELEN

Im Zuge der jüngsten Verkaufswelle erwies sich Merger Arbitrage als die Hedgefondsstrategie mit der größten Stabilität. Wir stellten bereits in der Vergangenheit die historisch belegte Fähigkeit dieser Strategie heraus, Kapital in schlechten Zeiten zu schützen (siehe Seite 2). Damit wird unter anderem erklärt, warum wir bezüglich dieser Strategie höchst optimistisch eingestellt sind und auch bleiben (Übergewichtung). Seit dem 18. Februar, als die Aktienmärkte ihre Höchststände erreicht hatten, verlor Merger Arbitrage 0,4%, während ein 50:50-Portfolio aus Aktien und Anleihen 4,6% einbüßte (auf Basis des MSCI World und des Barclays Global Aggregate Bond Index, Stand: 3. März). In einem Umfeld, in dem die Transaktionsspreads bis zum 28. Februar stabil blieben und sich anschließend ausweiteten, zeigte sich die Strategie stabil.


Gleichzeitig wiesen die Portfolios Anfang 2020 erhöhte Barmittelbestände auf. Neben der Verengung der Transaktionsspreads und dem Abschluss mehrerer Transaktionen im vierten Quartal lieferten auch saisonale Faktoren eine Erklärung dafür, warum Merger-Arbitrage-Strategien vor dem Ausverkauf erhöhte Barmittelbestände hielten. Demnach förderte die jüngste Ausweitung der Transaktionsspreads (siehe Diagramm) Gelegenheiten für die Kapitalanlage in vielversprechende Deals zutage, d. h. diejenigen mit einem attraktiven Risiko- und Rendite-Profil. Die Bruttospreads bei freundlichen Übernahmen weiteten sich in den letzten Tagen von 1% auf etwa 2-3% aus. Manager begannen mit Kapitalanlagen in eine Reihe von Fusionen, in denen sie bereits investiert waren, wie beispielsweise Allergan vs. Abbvie und Tiffany vs. LVMH, um nur ein paar zu nennen. Außerdem investierten Manager Kapital in vor kurzem verkündete Transaktionen wie HP vs. Xerox, E*TRADE vs. Morgan Stanley und UBI vs. Intesa. Bei einigen Managern konnten wir einen beachtlichen Anstieg der Brutto-Exposures von 60-70% auf 90-100% des Nettovermögens beobachten.


Neben Merger Arbitrage sollte die Tatsache hervorgehoben werden, dass sich L/S-Credit- und EM-Macro-Strategien seit dem 18. Februar ebenfalls als robust präsentieren (-0,6% bzw. -1%). Bei beiden Strategien halten wir weiterhin an einer Übergewichtung fest. Negativ war indes, dass CTA- und direktionale L/S-Equity-Strategien im selben Zeitraum zurückblieben (-3,6% bzw. -3,2%). Nach wie vor bleiben wir neutral bzw. untergewichtet positioniert. Bislang ist die Streuung innerhalb dieser Strategien hoch. Dennoch konnten die leistungsstärksten CTA- und direktionalen L/S-Strategien innerhalb unserer Stichprobe in diesem schwierigen Zeitraum positive Erträge verbuchen.

FONDSVORSCHLÄGE

Name
Lyxor / Tiedemann Arbitrage Strategy Fund