Weekly brief

L/S Credit & Risk Arbitrage kommen bei Stresstest ungeschoren davon

Für Risikoanlagen begann das Jahr mit einem Paukenschlag. Sie setzten die Marktrally vom vierten Quartal 2019 fort. Allerdings kam es im Verlauf der vergangenen zwei Wochen durch den Ausbruch des Coronavirus zu temporären Trendwenden an den Aktien- und Anleihemärkten. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels notierte der MSCI World wieder auf Rekordniveau. Unserer Auffassung nach stehen wir kurz vor dem Höhepunkt der Coronavirus-Epidemie. Die Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft werden zwar beträchtlich, jedoch nur vorübergehend (Q1) sein. Sobald sich die Lage wieder normalisiert, dürfte eine deutliche Erholung einsetzen.


Interessanterweise wirkten sich die Trendumschwünge an den Aktien- und Anleihemärkten moderat auf die Performance von CTAs in den letzten Wochen aus. Im gesamten Januar verzeichnete die Strategie mit einem Plus von 0,6% eine Outperformance, gab aber in den letzten zwei Januarwochen um -1,6% nach. Aktienverluste wurden zum Teil durch Gewinne im Anleihensegment, bei Edelmetallen und Währungen kompensiert. Die Strategie hält an Short-Positionen auf das Währungspaar EUR/USD fest, die sich in letzter Zeit umfassend ausgezahlt haben. Bei CTAs sind wir strukturell neutral positioniert, da ein Timing des Momentum-Risikofaktors über alle Anlageklassen hinweg unserer Ansicht nach schwierig ist. Für langfristige Anleger gehört die Strategie unserer Meinung nach aber zu den interessantesten im alternativen Anlageuniversum: Sie weist eine niedrige Korrelation gegenüber traditionellen Anlageklassen auf und erzielt auf lange Sicht (20 Jahre) aufgrund deutlich geringerer Volatilität und geringerem maximalen Drawdown (bezogen auf den SG Trend Index) höhere Renditen als Aktien.


Gleichzeitig entwickelten sich auch L/S Credit, EM Macro und Risk Arbitrage im Januar überdurchschnittlich und legten um +0,6%, +0,5% bzw. +0,3% zu. Diese Strategien beurteilen wir nach wie vor höchst optimistisch (Übergewichtung). Wie erwartet gelang es L/S Credit und Merger Arbitrage, die jüngste Zunahme der Risikoaversion im Zaum zu halten. Beide Strategien tendierten in den letzten beiden Januarwochen unverändert. Im gesamten Januar verzeichnete Merger Arbitrage ein Plus von 0,3%. Zurückzuführen war dies auf die Verengung der Transaktionsspreads bei einigen Transaktionen, wie beispielsweise Mellanox vs. Nvidia und Allergan vs. AbbVie im Gesundheitssektor. Schließlich behaupteten sich EM-Macro-Strategien äußerst robust, da die deflationäre Wirkung des Coronavirus-Ausbruchs die Renditen von US-Treasuries auf Talfahrt schickte. Tendenziell profitieren auf Hartwährung lautende EM-Staatsanleihen von sinkenden Anleiherenditen in Industrieländern.

FONDSVORSCHLÄGE

Name
Lyxor / Tiedemann Arbitrage Strategy Fund
Lyxor / Chenavari Credit Fund