Weekly brief

VIEL ERFOLG BEIM TIMING VON CTAS

Das Timing von CTAs ist bekanntlich eine Herausforderung. Die Überwachung ihrer Exposures ist hierbei zwar hilfreich, war bisher jedoch kaum eine zuverlässige Methode für die Allokation. CTAs erlebten in diesem Jahr eine beeindruckende Rally, die vor allem von ihren Long-Positionen in Anleihen getragen wurde, was wiederum zu einer hohen Autokorrelation von CTA-Renditen führte. Zukünfig könnten sich die Renditen als weniger trendlastig erweisen. Im Verlauf der vergangenen zwei Wochen wurden einige Gewinne wieder zunichte gemacht, da ihnen eine beträchtliche Rotation bei Staatsanleihen zu schaffen machte. Nach wie vor weisen sie eine Long-Positionierung in Anleihen (sie verringerten ihre Positionen in den USA) sowie eine moderate Long-Positionierung im Dollar und in Aktien auf. Zudem verstärkten sie ihre Long-Positionen in Gold gegenüber Short-Positionen in Energie-, Basismetall- und Agrarrohstoff-Futures. Die Sensitivität gegenüber themenbezogenen Körben macht deutlich, dass sie implizit für eine allmähliche Konjunkturabkühlung, anhaltenden wirtschaftlichen Druck aus China, eine lockerere Geldpolitik (insbesondere in den USA) und eine unverändert schwache Inflation positioniert sind.

Die Analyse von Trendfolgebedingungen stellte in der Vergangenheit eine effektivere Vorgehensweise dar. Starke und umfassende Trendwenden sind die größten Feinde von CTAs. In geringerem Maße sind auch Phasen geringer Direktionalität ungünstig, da sie zu zahlreichen unrentablen Positionen führen. Aus unserer Sicht divergieren die Trendfolgebedingungen derzeit. Positiv ist, dass eine Reihe von alternden Trends beendet sind, wodurch der Weg für eine neue Phase besserer Marktdirektionalität geebnet wurde, sobald die aktuellen Rotationen nachgelassen haben. Nur wenige Vermögenswerte zeigen noch überhöhte Bewertungen. Ferner normalisierte sich die Cross-Asset-Streuung, während die Cross-Asset-Korrelationen nur in wenigen Fällen nicht dauerhafte Anomalien zeigen. Schließlich deutet die jüngste Konvergenz in unseren themenbezogenen Körben (mit denen Wachstum, Inflation, implizite Preisbildung der Geldpolitik usw. abgedeckt werden) auch auf ein geringeres Risiko für zukünftige Trendwenden hin.

Weniger positiv ist, dass Trendfolgebedingungen zunehmend von spekulativen und nicht von makroökonomischen Faktoren beeinflusst scheinen. Dem Waffenstillstand im Handelskrieg Anfang dieses Jahres folgte eine brutale Eskalation, wobei nun langsam wieder Hoffnungen auf eine Pause aufkommen. Diese Schwankungen wirkten sich zunehmend auf die Weltwirtschaft, die Geldpolitik und die Märkte aus. Das Vertrauen auf eine Analyse von Trendfolgebedingungen kann trügerisch sein, wenn Faktoren dominieren, die nicht makroökonomischer Natur sind.

Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass Anlageverwalter mit einer Kernallokation in dieser Strategie möglicherweise besser aufgestellt sind, und zwar aus mindestens vier Gründen, die nachfolgend dargestellt werden:

Erstens erweisen sich CTAs in Phasen erhöhter und anhaltend hoher Volatilität, die typischerweise am Anfang und Ende des Zyklus und insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Rezessionen beobachtet wird, als die rentabelsten Strategien. Ihre positive Korrelation mit Volatilität in diesen kritischen Zeiten dient als Beleg dafür.

Zweitens sorgen sie in Portfolios für Diversifikation. Sie weisen eine negative oder sehr geringe Korrelation zu den meisten anderen Hedgefondsstrategien auf.

Drittens bieten sie einen liquiden Zugang zu kleineren Marktsegmenten, insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft, Metalle und Vermögenswerte kleinerer Länder, die ein Großteil der Investoren nicht abdecken dürfte.

Schließlich optimieren CTAs langfristig die Portfolioallokation. Nach unserer Auffassung verringert eine Kernposition in regulären Aktien- bzw. Anleihenportfolios tendenziell die Volatilität und sorgt gleichzeitig für geringfügig höhere Renditen.

FONDSVORSCHLÄGE

Name
LYXOR EPSILON GLOBAL TREND FUND
Lyxor / WNT Fund